Alternative Medizin: Was bringt Homöopathie wirklich?
In der Homöopathie behandelt man nach einem Ähnlichkeitsprinzip, - d.h. der Kranke wird behandelt mit einem Mittel, welches bei einem Gesunden die Symptome des Kranken auslösen würden.
Diese Art der Behandlung ist äußerst umstritten und findet trotzdem in der Bevölkerung immer mehr Anklang. Der Deutsche Arzt Samuel Hahnemann war Begründer der Homöopathie. („ Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden.“) Hahnemann bezieht neben der üblichen Anamnese auch den Charakter des Patienten und dessen Gewohnheiten mit in seine Diagnose ein. Er erstellte außerdem Tabellen, nach denen der Homöopath den Kranken gewissen Arzneimittelbildern zuordnen soll. Homöopathische Arzneien werden durch eine Potenzierung hergestellt, d.h. die Grundsubstanzen werden mit Wasser oder Alkohol verschüttelt oder mit Milchzucker vermischt. Diese Prozedur wird etliche Male wiederholt, meistens in einem Verhältnis von 1:100. Es gibt sogenannte Hochpotenzen, die wider erwarten nicht mehr des ursprünglichen Arzneistoffs enthalten, sondern überhaupt keine nachweisbaren Arzneigrundstoffe mehr enthalten. Wissenschaftler halten eine Wirkung sowohl bei Hoch – als auch bei Niederpotenzen für ausgeschlossen. Kranke, die sich einer Behandlung mit Homöopathie unterzogen haben, berichten jedoch von Erfolgen.
Ein Vorteil der Behandlung ist zumindest, dass keine Nebenwirkungen nach der Einnahme von homöopathischen Mitteln bestehen. Es kann nach Ansicht der Homöopathen nach der Einnahme der Mittel zu einer Erstverschlimmerung kommen. Dies sei in deren Augen aber ein gutes Zeichen, nämlich dass das Mittel helfe.
Der allgemeine Trend geht ganz klar in Richtung alternative Medizin. Ein Versuch ist es wert, denn wer heilt, hat ja bekanntlich recht.
Veröffentlicht am Freitag, 21. Mai 2010 | Autor: as
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