Abführmittel: wirksam und gleichzeitig gefährlich

Wer Probleme mit dem täglichen Stuhlgang, also mit der Entleerung des Darms hat, der greift meist sehr schnell zu einem Abführmittel. Viele Abführmittel sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und helfen innerhalb weniger Minuten. Dennoch geht von Abführmitteln auch eine große Gefahr aus, denn Personen, die an einer Essstörung leiden, missbrauchen Abführmittel um schlanker zu werden.

Im Normalfall sollten Abführmittel nur dann eingesetzt werden, wenn eine Verstopfung vorliegt. Durch die Mittel wird die Entleerung des Darms gefördert bzw. erleichtert. Ferner kommen Abführmittel auch bei unterschiedlichen Erkrankungen rund um den Darm und Enddarm zum Einsatz. Dass ist beispielsweise bei Hämorrhoiden, Fissuren sowie bei Geschwüren und Fisteln der Fall. In diesem Zusammenhang verhindert das Abführmittel das bei der Ausscheidung zu stark gepresst werden muss.

Grundsätzlich sollten Abführmittel niemals länger als ein bis zwei Wochen verwendet werden. Sonst würde sich der Darm an die „Hilfe von außen“ gewöhnen und nicht mehr von selbst richtig funktionieren. Empfehlenswerter ist es, ganz auf dieses Medikament zu verzichten und den Darm eher durch körperliche Bewegung, die richtige Ernährung und durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu stimulieren.

Werden Abführmittel über einen sehr langen Zeitraum hinweg immer wieder eingenommen, ist die Gefahr groß, dass sich Dickdarmpolypen bilden. Hierbei handelt es sich um Schleimhautwucherungen, die sich aufgrund der kontinuierlichen Medikamentenzufuhr bilden.

Veröffentlicht am Freitag, 19. November 2010 | Autor: kb
Schlagwörter: Gesundheit Darm Abführmittel Stuhlgang Abhängigkeit Abführmittel Essstörungen